Rezension zu " Die Gabe der Könige "

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich so, euch endlich " Die Gabe der Könige " von Robin Hobb vorstellen zu dürfen. Außerdem freue ich mich endlich wieder eine Rezension zu verfassen.

Nochmals herzlichen Dank an den Verlag, für das bereitstellen des Rezensionsexemplares!









Autor/in : Robin Hobb
Übersetzt von : Eva Bauche-Eppers
Verlag : Penhaligon (randomhouse Verlag)
Titel des Buches : Die Gabe der Könige
Einband : Paperback
Seitenanzahl : 608 Seiten
ISBN : 978-3-7645-3183-6
Preis : 15,00 € (D) 15,50 € (A)




Er dient seinem König bis in den Tod – ein Meisterwerk voll Magie, Spannung und Emotionen.Fitz ist ein Bastard, der Sohn eines Prinzen und eines Bauernmädchens. Doch schon in jungen Jahren nimmt ihn der König in seine Dienste. Noch ahnt Fitz nicht, was er für seine Treue aufgeben muss – seine Ehre, seine Liebe, sogar sein Leben! Denn die Intrigen bei Hofe sind mannigfaltig, und Fitz kann seine Augen nicht vor dem drohenden Unheil verschließen, das dem Reich droht. Doch da befiehlt ihm der König, genau das zu tun. Fitz muss sich entscheiden: Wird er gehorchen oder seinem eigenen Gewissen folgen?







Cover :

Das Cover finde ich großartig, da es schlicht, aber dennoch sehr auffällig ist. Um es in einem Satz zu beschreiben, dass Cover wurde wunderbar inszeniert und in Szene gesetzt, alles passt ganz hervorragend zusammen.

Schreibstil :

Ich muss gestehen, dass ich zuerst dachte ihren Schreibstil nicht zu mögen, da dieser hochgelobt wird. Doch nach den ersten 50 Seiten war mir klar; ich finde ihren Schreibstil absolut brillant! Er war sehr locker,leicht und flüssig so das man nur so durch die Seiten  fliegen konnte - an einem Tag habe ich 390 Seiten gelesen. Außerdem hat Robin Hobb voller Magie,Spannung und Emotionen geschrieben, nichts kam zu kurz! Auch hat sie sehr bildlich und wortgewandt geschrieben - die Handlungsabläufe waren gut und logisch strukturiert. Natürlich stimmte auch das Tempo der Handlung und die Atmosphäre, die Hobb erschaffen hat war herrlich. Durch all diese Faktoren wurde das Buch natürlich auch ungeheuerlich fesselnd - was wünschen wir uns als Leser lieber?!


Charaktere :


Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, obwohl Fitz schon etwas seltsam war. Um etwas allgemein zu schreiben; die Charaktere waren gut ausgearbeitet und durchdacht, obwohl mir nicht alle sympathisch erschienen, erfüllten sie ihren Zweck, um das Buch absolut wunderbar zu machen.

Sonstiges zum Buch :

Zuallererst beginne ich mal wieder mit dem Einstieg ins Buch, welchen ich als sehr leicht und gut empfunden habe. Obwohl ich ca. 20 - 30 Seiten brauchte, um mit diesem Buch warm zu werden - leider kann ich nicht sagen, woran dies gelegen haben kann. Diese anfängliche Skepsis (oder was auch immer es war) ist schnell verflogen, da mich die Idee des Buches, Atmosphäre und auch irgendwie dieses altertümliche mitreißen konnte. Um kurz einmal ein wenig auf den Inhalt einzugehen; Fitz ist ein Bastard, der Sohn von Chelverik (dem Sohn des Königs) dieser wird dort hingebracht, als er noch sehr jung war. Jedoch nicht in die Burg, sondern zu Burrich (Stallmeister). Er bemerkt, dass Fitz eine spezielle Verbindungen zu Hunden hat und will diese Unterbinden, um ihn damit vor Unheil zu bewahren. Burrich beschäftigt ihn, später wird Fitz sogar ein wenig beschult, doch trifft er auch auf eine Person die ihm etwas anderes Lehren möchte...
Mehr möchte ich nicht weiter verraten, um nicht noch aus versehen jemanden von euch den Lese-Spaß zu nehmen - also weiter mit der Bewertung. ;)
Robin Hobb hat mich regelrecht in diese Welt entführen können, als ich gelesen hatte war ich voll im geschehen und für die Welt nicht ansprechbar. Außerdem habe ich's sehr schön gefunden, dass Robin Hobb sehr viel Einblicke in das Gedankengut des Protagonisten gegeben hat - mir ist das irgendwie besonders aufgefallen. Allerdings hätte ich mir gewünscht ein wenig mehr über Fitzs Mutter zu erfahren, aber vielleicht erfährt man im zweiten Band mehr. Auch die besagte Gabe wurde immer wieder zu angemessenen Zeitpunkten in den Mittelpunkt gestellt,aber auch nicht zu oft oder zu aufdringlich - R. Hobb hat sich nicht darauf versteift. Die Wendepunkte in dem Buch haben mir auch hervorragend gefallen, da sie sehr spannend inszeniert wurden. Außerdem hat Robin Hobb definitiv ein Talent dafür den Leser mit spannenden, wichtigen Informationen zu nähren, um dann im richtigen Moment die Bombe platzen zulassen! Entschuldigt, aber anders lässt sich dieses Gefühl nicht beschreiben, außer vielleicht...   im Lesehimmel angelangt. Der Spannungsbogen wurde sehr angenehm aufgebaut und auch nicht unterbrochen - Die Autorin versteht es definitiv, wie man seinen LeserIn auf die Folter spannen kann. ;) Zu guter letzt möchte ich noch anmerken, dass die Spannung, das leichte,locker und flüssige bis zur letzten Seite erhalten blieb. Auch das Ende des Buches war grandios, weshalb ich nun die Tage bis zum zweiten Band zähle!









Das Buch bekommt fünf Sterne von mir, die Inszenierung, Idee, der Schreibstil und alles weitere waren einfach nur lobenswert. Robin Hobb versteht definitiv, wie man ein perfektes Buch schreibt, welches fesselnd und in eine andere Welt abtauchen lässt. Wie George R.R. Martin sagte; " Jeder Roman von Robin Hobb ist ein Grund zum Feiern. " - wie recht er doch hat.








Liebst,
Annika!

Rezension zu " Das Juwel - Der schwarze Schlüssel "

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch das Buch " Das Juwel - Der schwarze Schlüssel " von Amy Ewing vorstellen, obwohl es die meisten von euch wohl bereits gelesen haben. ;) Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim lesen meiner Rezension!







Autor/in : Amy Ewing
Übersetzt von : Andrea Fischer
Verlag : Fischer Verlag
Titel des Buches : Das Juwel - Der schwarze Schlüssel
Einband : gebundene Ausgabe
Seitenanzahl : 400 Seiten
ISBN : 978-3-8414-4019-8
Preis : 18,99 € (D) 19,60 € (A)



Violet Lasting kehrt ins Juwel zurück – die Entscheidung. Der dritte Teil des dystopischen Fantasy-Bestsellers ›Das Juwel‹ von Amy Ewing.
Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.






Cover :

Das Cover ist mal wieder atemberaubend schön! Die Farbauswahl, die Gestaltung einfach alles ist sehr gelungen. Ein wunderbares Finale, schon das Cover weist auf einen Umbruch hin...

Worum geht es in dem Buch?

Hier erwähne ich lieber nichts, da ich euch nicht spoilern möchte!

Schreibstil :

Der Schreibstil von Amy Ewing war wie gewohnt einfach fabelhaft - leicht, locker und flüssig geschrieben! Zudem ist der Schreibstil auch sehr spannend und vor allem fesselnd (!) gewesen, ich wollte das Buch - nein ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand. Der Spannungsbogen wurde auch wieder sehr schön aufgebaut, aber das Buch hatte natürlich auch wieder einiges an Tragik und Emotionen zu bieten. Ebenfalls hat die Autorin sehr bildlich und detailliert geschrieben, somit konnte ich (als Leser) mir alles wunderbar vorstellen, aber auch nachvollziehen.

Sonstiges zum Buch :

Der Einstieg ins Buch war trotz der langen Wartezeit sehr gelungen, da Amy Ewing teilweise Gedankenstützen mit eingebaut hat. Die Handlungabläufe sind wie gewohnt von Amy Ewing einfach grandios, klar, gut strukturiert, ein angenehmes Tempo und es wirkte auf mich auch nicht langatmig. Die Handlung war zwar etwas voraussehbar gewesen, dies störte mein Lese-Vergnügen allerdings nicht. Auch die Länge der " Revolution" war perfekt ausgewählt, es kam nie das Gefühl der Langeweile aus oder das etwas viel zu schnell vorangeht. Die Atmosphäre war von Anfang an sehr angespannt im Buch, bis sie schließlich "explodierte". Meine Erwartungen wurden erfüllt, bis auf ein paar Kleinigkeiten vielleicht, diese sind jedoch nicht erwähnenswert. 






Ich hatte das Buch in Rekordzeit verschlungen und auch sonst hat mir alles sehr gut gefallen, weshalb das Buch 5/5 Sterne bekommt.  








Liebst,
Annika!

Rezension zu " Elisabeth - Kaiserin wider Willen

Hallo ihr Lieben!

Heute mal wieder eine etwas " untypische " Rezension von mir. ;) Und zwar möchte ich euch das Buch " Elisabeth - Kaiserin wider Willen " von Brigitte Hamann vorstellen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen meiner Rezension!






Autor/in : Brigitte Hamann 
Verlag : Piper Verlag
Titel des Buches : Elisabeth - Kaiserin wider Willen
Einband : Taschenbuch
Seitenanzahl : 640 Seiten
ISBN : 978-3-492-30180-0
Preis : € 16,00 (D) € 16,00 (A)


Das übliche süße Sisi-Klischee wird man in diesem Buch vergeblich suchen – Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn, war eine der gebildetsten und interessantesten Frauen ihrer Zeit. Schon vor dem Attentat, das 1898 ihr Leben beendete, war sie zur Legende geworden. Brigitte Hamann schildert in dieser zum Standardwerk gewordenen Biografie das wirkliche Leben der Kaiserin. Die virtuos erzählte und historisch präzise Geschichte eines ungewöhnlichen Lebens.







Beginnen tue ich wie üblich mit dem Cover, welches mir sehr gut gefallen hat. Darauf abgebildet ist natürlich Kaiserin Elisabeth (Das bekannteste Bild von ihr meines Erachtens). Weiter kann ich auch nicht zum Cover schreiben, da eher der Inhalt von großer Bedeutung ist. Dies ist ein Buch welches jugendliche (meines Alters) wohl eher weniger ansprechen wird, da es sich um eine  Biographie handelt. Obwohl sie definitiv lesenswert ist, auch für die jüngere Generation! ;-)
Brigitte Hamann schildert in diesem Buch das wirklich Leben der Kaiserin, Elisabeth wird entzaubert, zumindest was das süße Sisi-Klischee angeht. Brigitte Hamann hat die Biographie sehr schön geschrieben anspruchsvoll, SEHR informativ, locker und flüssig, weshalb diese Biographie auch sehr gut zu lesen ist. Vor allem behält Brigitte Hamann die Fakten im Auge und verschönert das leben der Kaiserin Elisabeth nicht. Sie stellt die tatsächliche Elisabeth dar, nicht wie es so oft durch den Mythos Sisi erfolgt. Außerdem wurden viele Emotionen bei mir ausgelöst, einfach auch durch diese komplette Ehrlichkeit, die in dieser Biographie steckt. Ich habe nicht nur eine Biographie gelesen, sondern die Kaiserin Elisabeth ein wenig besser kennengelernt, ihre Persönlichkeit, vor allem durch ihre Gedichte - viele haben mich sehr bewegen können! Elisabeth war definitiv eine sehr beeindruckende Frau ihrer Zeit. Im Internet (nenne den Namen natürlich nicht!) habe ich auch gefunden, dass jemand in seiner Rezension schrieb das sie vollkommen " irre " gewesen sei. Auch wenn ich natürlich keine Historikerin bin, möchte ich das dementieren! Sie hatte vielleicht einen Wahn und war auch psychisch labil, aber irre?! Man sollte sich definitiv vor Augen halten, was Elisabeth alles durchmachen musste. Sie soll ein sehr naturverbundenes Kind gewesen sein und es war auch nicht geplant, dass sie Franz Joseph heiraten sollte - dies sollte Helene ihre Schwester. Nun denn, Elisabeth heiratete mit 16, musste weg von zu haus und an den Wiener Hof, musste Kinder gebären bis sie einen männlichen nachkommen zur Welt brachte und war allein am Wiener Hof. Und wie womöglich jeder weiß, hatte man am Hof benehmen vorzuweisen, welches Elisabeth gar nicht erlernt hatte (zumindest nicht das erwünschte). Dann die Auseinandersetzungen mit ihrer Schwiegermutter, ihre Kinder wurden ihr direkt nach der Geburt weggenommen, so etwas kann schon ziemlich traumatisch sein. Am Hof war sie auch nicht gerade beliebt...
Und da soll es frappant sein, dass sie psychische Störungen entwickelt hat? Und dann stand in dieser Rezension noch " zum Glück habe ich einen Job ".
Ich möchte mal ungeniert sein...
Elisabeth hat all diese " Störungen " sicher nicht ohne Grund entwickelt. Damals hatte Frauen nun mal nicht die Möglichkeit einen " Job " zu haben, streng genommen waren sie einfach nur Brutkästen, um kaiserlichen Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Elisabeth hat es jedoch durch ihre Intelligenz und ihren Charme geschafft ein " freies " Leben zu führen, vor allem auch weil Franz Joseph vieles erduldet hat. Ihr könnt gar nicht glauben, wie wütend ich gerade auf diese Aussage bin!
Nun ja genug geschrieben oder besser gesagt aufgeregt...
Ich kann euch diese Biographie einfach nur ans Herz legen, da es grandios,tragisch,emotional und auch sehr zum nachdenken anregt.




P.S.
Schreibt gerne mal in die Kommentare, wie ihr das seht. Und vor allem habt ihr Interesse daran, wenn ich öfters Biographien etc. rezensiere?


5/5 Sterne








Liebst,
Annika!

Rezension zu " Smoke "

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch sehr gern das Buch " Smoke " von Dan Vyleta vorstellen, nochmals vielen lieben Dank an den Verlag für das bereitstellen des Rezensionsexemplares! 
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.









Autor/in : Dan Vyleta
Übersetzt von :
Verlag : carl's books
Titel des Buches : Smoke
Seitenanzahl : 624 Seiten
Einband : Paperback
ISBN : 978-3-570-58568-9
Preis : 16,99 € (D)


Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...
Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.





Cover :

Das Cover gefällt mir sehr gut, da sich der Inhalt des Buches auf dem Cover wiederspiegelt. Das mystische des Covers wirkt sehr anziehend, generell wurde sich viel Mühe mit der Covergestaltung gegeben. 

Worum geht es in den Buch?

In dem Buch geht es hauptsächlich um Thomas und Charlie, jedoch kommen natürlich noch Nebencharaktere hinzu. Beide gehen auf ein Eliteinternat , denn ihre Eltern gehören zur Oberschicht. Doch geht es in dem Eliteinternat eher zu, wie in einem Gefängnis, denn es gibt strikte Regeln und harte Konsequenzen. Ihr Leben dreht sich einzig um Disziplin und Kontrolle - dies führt allerdings auch zu Rivalitäten unter den Jungen. Vor Angst folgen sie den Doktrinen, die ihnen von Geburt an aufgezwungen werden. Doch Thomas und damit auch Charlie sind anders, sie wollen die Wahrheit herausfinden. Was steckt hinter dem Rauch ? 

Schreibstil :

Anfangs war ich etwas skeptisch, da Dan Vyletas Schreibstil sehr außergewöhnlich und ungewöhnlich wirkte. Doch hat sich die anfängliche Skepsis schnell wieder legen können. Wie ich eben schon erwähnte ist Dan Vyletas Schreibstil außergewöhnlich, dennoch war das Buch spannend, flüssig und locker geschrieben. Nicht nur die Handlung wirkt düster und grau, sondern auch der Schreibstil - schwere Atmosphäre. Auch hat Dan Vyleta sehr genau und detailliert, somit auch sehr bildlich geschrieben. Oftmals hatte hatte ich durch Vyletas Können das Gefühl mittendrin zu sein, dass es überall raucht und düster ausschaut. Außerdem war Vyleta teilweise sehr metaphorisch vorgegangen, dass hat mir persönlich sehr gut gefallen. Dazu war Dan Vyleta sehr wortgewandt, aber auch sehr anspruchsvoll geschrieben. Nun habe ich leider auch noch etwas negatives und zwar; wirkte es einmal relativ langatmig, dadurch wurde die Spannung auch ein wenig genommen (ich möchte nicht näher drauf eingehen, da ich euch nicht spoilern möchte.)

Charaktere :

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, allesamt waren gut durchdacht und ausgearbeitet. Außerdem vermittelte jede einzelne Figur im Buch "Smoke" eine Botschaft, die jeder selbst interpretieren muss. Außerdem konnte man durch den vielen Wechsel der Charaktere, diese gleichermaßen gut kennen lernen und verstehen.
Thomas war ein sehr sonderbarer Protagonist, welcher mir wohl ewig im Gedächtnis bleiben wird. Einerseits war er ein wenig unheimlich, anderseits aber auch sehr interessant, sympathisch und geheimnisvoll. Charlie war jedoch das komplette Gegenteil, weshalb die zwei wohl auch so gut zueinander passten, Denn er war sehr höflich, zuvorkommend, aber dennoch auch sehr mutig!

Sonstiges zum Buch :

Der Einstieg ins Buch war angenehm und leicht, aber dennoch auch spannend. Schon am Anfang des Buches konnte man das mystische spüren, auch die Stimmung war gleich düster. Jedoch war es anfangs etwas verwirrend, dass die Perspektiven ständig wechselten - d.h. mal aus der Ich-Perspektive des jeweiligen Charakters, mal aus der dritten Person. Dennoch war das nicht unbedingt negativ, da man als LeserIn viel mehr von dem jeweiligen Charakter kennenlernen und verstehen kann. 
Die Handlung hatte auch ein sehr angenehmes Tempo, da sie nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam voran ging. Obwohl die Handlung (wie schon einmal erwähnt) einmal etwas in die Länge gezogen wirkte, ein paar Seiten weniger wäre auch nicht ungeeignet gewesen. 
Die Thematik war absolut fantastisch, eine Mischung aus Fantasy,Thriller,Mystery und Historikroman - einfach grandios! Das Böse, die Sünde, alles Schlechte wird im Buch als rußschwarzer Rauch offenbart, welches nochmal mehr zum nachdenken anregt. Was bedeutet eigentlich die Moral? Moralvorstellungen werden in diversen Ausführungen präsentiert, außerdem übt Dan Vyleta damit Kritik an der aktuellen Gesellschaft - welches der Autor SEHR gut umgesetzt hat. Allgemein die Idee eine Sünde etc. durch Rauch sichtbar zu machen finde ich sehr faszinierend, um das nochmal zu unterstreichen! 
Für das Buch habe ich relativ lange gebraucht, doch nicht weil es mir nicht gefallen hätte, sondern vermutlich durch den besonderen Stil und Tiefgang der Geschichte. 
Das Ende des Buches hat mich allerdings nicht unbedingt zufrieden stellen können, da es ziemlich offen gehalten wurde. 









Das Buch ist ein anspruchsvolles Buch mit ziemlich viel  " Biss ". Es ist ein Buch, welches mir immer in Erinnerung bleiben wird, da es sich mit einem ziemlich realen Thema auseinandersetzt (Ich hoffe ihr wisst was ich mein). Außerdem konnte Dan Vyleta mich in dieser trostlosen, düsteren und mystischen Welt einfangen, dazu hat er außerdem die Atmosphäre immer gut gestalten und halten können. Das Buch "Smoke" bekommt 4,5/5 Sterne von mir.






Liebst,
Annika!